Cairo Geniza, Mittelalterliche Manuskriptsammlung im Alten Kairo, Ägypten.
Die Kairoer Geniza enthält etwa 400.000 jüdische Manuskriptfragmente aus dem 6. bis 19. Jahrhundert, geschrieben in Hebräisch, Arabisch und Aramäisch auf Materialien wie Pergament, Papier, Papyrus und Stoff.
Ende des 19. Jahrhunderts von Gelehrten wie Solomon Schechter entdeckt, wurde die Sammlung über ein Jahrtausend lang im heiligen Lagerraum der Ben-Ezra-Synagoge aufbewahrt, bevor sie katalogisiert und an große Bibliotheken weltweit verteilt wurde.
Die Manuskripte spiegeln das multikulturelle Umfeld des mittelalterlichen Kairo wider und dokumentieren jüdische Interaktionen mit muslimischen und christlichen Nachbarn durch Handelsdokumente, persönliche Korrespondenz und Gemeindeaufzeichnungen aus mehreren Regionen einschließlich Nordafrika und Andalusien.
Heute werden die Fragmente in Institutionen wie der Cambridge University Library, der British Library und dem Jewish Theological Seminary aufbewahrt, wobei digitale Initiativen und Bürgerwissenschaftsprogramme kontinuierliche Forschung und Transkription erleichtern.
Die Sammlung umfasst originale handschriftliche Werke der Autoren selbst sowie Kopien und bewahrt alles von religiösen Texten und Geschäftsaufzeichnungen bis hin zu Schulübungen und medizinischen Abhandlungen, was einen unvergleichlichen Einblick in das mittelalterliche jüdische Alltagsleben bietet.
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