Fustāt, Archäologische Stätte im Altkairo-Bezirk, Ägypten
Al-Fustat ist eine ausgedehnte archäologische Stätte im Stadtbezirk Alt-Kairo, die über mehrere Hektar verteilt liegt und Fundamente, Keramikscherben und Überreste mittelalterlicher Wohnbauten umfasst. Die Ruinen zeigen noch heute die Grundrisse von Straßen, Höfen und Häusern, die von der Organisation der ersten islamischen Metropole am Nil zeugen.
Die Siedlung entstand im Jahr 641 als militärisches Lager und entwickelte sich zur ersten islamischen Hauptstadt Ägyptens. Bis zum 12. Jahrhundert wuchs sie zu einem großen Handelszentrum, bevor sie schrittweise verlassen und von späteren Herrschern durch neue Viertel ersetzt wurde.
Die Moschee des Amr ibn al-As gilt als das älteste islamische Gebetshaus des Landes, das noch heute zum Freitagsgebet genutzt wird. Ihr Innenhof und die zahlreichen Säulen geben einen Eindruck davon, wie die frühen muslimischen Gemeinden ihre religiösen Orte gestalteten.
Der Rundgang erfolgt meist mit einem Führer und beginnt am nahegelegenen Nationalmuseum der ägyptischen Zivilisation. Der Weg führt durch offenes Gelände mit unebenen Flächen, daher sind festes Schuhwerk und Sonnenschutz empfehlenswert.
Ausgrabungen haben Millionen von Scherben islamischer Keramik und Glaswaren freigelegt, die aus Werkstätten und Haushalten stammen. Diese Fundstücke bilden die weltweit größte Sammlung mittelalterlicher islamischer Alltagsgegenstände und zeigen das tägliche Leben der Bewohner.
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