Philadelphi-Passage, Grenzbarriere im Gazastreifen, Ägypten.
Der Saladin-Korridor ist ein 100 Meter breiter Sicherheitsstreifen, der sich etwa 14 Kilometer entlang der Grenze zwischen Gaza und Ägypten erstreckt. Der Streifen wird von ägyptischen Grenztruppen mit mehreren Überwachungsstationen und Kontrollpunkten überwacht.
Der Korridor entstand 1982 während der israelischen Besatzung von Gaza als Militärkontrollzone zwischen Palästina und Ägypten. Diese Grenzzone blieb ein wichtiger Kontrollpunkt über Jahrzehnte hinweg.
Die Trennlinie hat das tägliche Leben zwischen ägyptischen und palästinensischen Gemeinden geprägt, besonders in Rafah, wo Familien durch die Grenze voneinander getrennt sind. Menschen auf beiden Seiten haben sich an diese Aufteilung gewöhnt und entwickelten eigene Routinen und Wege, miteinander in Kontakt zu bleiben.
Der Zugang für Besucher ist stark eingeschränkt, da das Gebiet eine aktive Militärzone bleibt und unter strikter Überwachung steht. Der Bereich kann nur mit spezieller Genehmigung und unter kontrollierten Bedingungen betreten werden.
Ein ausgedehntes Tunnelnetzwerk unter dem Korridor ist trotz strikter militärischer Überwachung entstanden und verbindet Gaza mit Ägypten. Diese unterirdischen Wege zeigen die Ausdauer und Kreativität von Menschen, die Lösungen für Beziehungen über gespannte Grenzen hinweg schaffen.
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