Hibis-Tempel, Persischer Tempel in der Kharga-Oase, Ägypten.
Der Tempel von Hibis ist eine Ruinenanlage aus dem alten Ägypten, die sich in der Kharga-Oase befindet und Merkmale der ägyptischen und achämenidischen Architektur zeigt. Das Bauwerk besitzt acht Kalksteinsäulen, die einen monumentalen Schrein tragen, und Wände mit kunstvollen Reliefs von Göttern und Herrscherfiguren.
Der Bau begann während der 26. Dynastie um 588 v. Chr. unter dem Pharao Apries und erhielt später bedeutende Ergänzungen durch den persischen Herrscher Darius I. um 522 v. Chr. Diese Überlagerung zweier Kulturen zeigt sich in der gemischten Architektur und den religiösen Darstellungen des Tempels.
Die Tempelwände zeigen über 700 Darstellungen ägyptischer Gottheiten, darunter Amun, Mut und Chonsu aus der thebanischen Religionstra-dition. Besucher können heute noch die detaillierten Reliefs dieser Götter und königlichen Figuren an den Steinwänden erkennen.
Das Bauwerk befindet sich etwa 2 Kilometer nördlich der Stadt Kharga und erfordert aufgrund von Grundwasserproblemen, die das Kalksteinfundament beschädigen, regelmäßige Erhaltungsmaßnahmen. Besucher sollten sich bewusst sein, dass der Zustand der Ruine Konservierungsarbeiten bedeutet und manche Bereiche möglicherweise eingeschränkt zugänglich sind.
Die Wände der Säulenhalle sind wie riesige Papyrusrollen geformt und enthalten Inschriften mit Hymnen, die dem Gott Amun gewidmet sind. Diese ungewöhnliche Gestaltung verbindet architektonische Struktur mit religiosem Text auf kreative Weise.
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