KV17, Königsgrab im Tal der Könige, Ägypten
Das KV17 ist ein königliches Grab im Tal der Könige bei Luxor, das sich 137 Meter tief in den Kalksteinfelsen erstreckt und mehrere korridorartige Räume umfasst. Die Wände zeigen durchgehend gut erhaltene Hieroglyphen und religiöse Darstellungen, die über zahlreiche Kammern verteilt sind.
Giovanni Battista Belzoni öffnete diese Grabstätte im Oktober 1817 und brachte damit Erkenntnisse über die Bestattungsriten der neunzehnten Dynastie ans Licht. Die nachfolgende Dokumentation prägte das Verständnis ägyptischer Grabarchitektur für Jahrzehnte.
Die Decke zeigt ein vollständiges astronomisches Diagramm mit Sternbildern und Göttern, das die alten Ägypter zur Navigation der himmlischen Sphären nutzten. Besucher können heute die Originalfarben an einigen Stellen erkennen, obwohl der Zugang stark eingeschränkt ist.
Das Grab bleibt seit 1991 für normale Besucher gesperrt, da strukturelle Probleme eine sichere Besichtigung verhindern. Forscher und Restauratoren erhalten gelegentlich Zutritt für wissenschaftliche Arbeiten und Erhaltungsmaßnahmen.
Der ursprüngliche Alabaster-Sarkophag befindet sich heute im Sir John Soane's Museum in London und misst fast drei Meter Länge. Der Transport im frühen 19. Jahrhundert erforderte monatelange Vorbereitungen und spezielle Schiffsanpassungen.
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