Oase Siwa, Wüstenoase nahe der libyschen Grenze, Ägypten.
Die Siwa-Oase ist eine Vertiefung im westlichen Ägypten, ungefähr 50 km östlich der libyschen Grenze, mit Dattelpalmen und Olivenbäumen um mehrere Quellen verteilt. Die Siedlung liegt unter dem Meeresspiegel und erstreckt sich über sandige Ebenen, umgeben von weißen Salzablagerungen und niedrigen Dünen.
Der Ort war im alten Ägypten als Sitz des Orakels des Amun bekannt und zog Pilger aus dem gesamten Mittelmeerraum an. Alexander von Makedonien kam hierher, um das Orakel zu befragen, was dem Heiligtum einen legendären Ruf verlieh.
Die Einheimischen sprechen Siwi, einen berberischen Dialekt, der sich von der ägyptischen Umgebung unterscheidet und ihre Verbindung zu nordafrikanischen Traditionen zeigt. Viele Bewohner leben noch heute in Häusern aus Salzgestein und Lehm, wie ihre Vorfahren es seit Jahrhunderten getan haben.
Die Anreise erfolgt meist über eine lange Straße durch die Wüste, wobei viele Reisende einen Zwischenstopp einplanen oder über Nacht fahren. Vor Ort kann man zu Fuß oder mit dem Fahrrad die Palmenhaine erkunden, die Wege sind überwiegend sandig und flach.
Die kleinen Seen im Sand haben so viel Salz, dass Besucher ohne Schwimmbewegungen an der Oberfläche treiben können. Das Wasser schimmert in verschiedenen Farbtönen je nach Tageszeit und Sonnenstand.
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