Tal der Goldenen Mumien, Antike Nekropole in der Oase Bahariya, Ägypten.
Das Tal der Goldenen Mumien ist eine antike Begräbnisstätte aus der griechisch-römischen Periode in der Bahariya-Oase im ägyptischen Gouvernement Gizeh. Die Anlage erstreckt sich über ein weitläufiges Wüstengebiet und umfasst Hunderte von Grabkammern unterschiedlicher Bauart, von einfachen Gruben bis zu mehrkammerigen Familiengrüften.
Die Stätte wurde 1996 durch Zufall entdeckt, als ein Esel beim Überqueren des Wüstenbodens in eine Grabkammer einbrach. Daraufhin begannen ägyptische Archäologen mit systematischen Ausgrabungen und legten eine der größten Begräbnisstätten der griechisch-römischen Ägyptens frei.
Der Name 'Tal der Goldenen Mumien' stammt von den vergoldeten Masken und Sarkophagen, die viele der Bestatteten schmücken. Wer die freigelegten Gräber betritt, kann noch heute die Unterschiede zwischen einfachen Lehmhüllen und aufwendig bemalten Mumien erkennen.
Das Gelände liegt in der offenen Wüste der Bahariya-Oase, etwa 370 Kilometer von Kairo entfernt, und bietet kaum Schatten, daher sind Sonnenschutz und ausreichend Wasser unbedingt empfehlenswert. Ein Großteil der Anlage ist noch nicht ausgegraben, weshalb die markierten Wege einzuhalten und die abgesperrten Bereiche zu respektieren sind.
Obwohl Hunderte von Mumien geborgen wurden, schätzen Archäologen, dass der weitaus größte Teil der Begräbnisstätte noch unter dem Sand liegt. Die wenigen freigelegten Kammern geben damit nur einen kleinen Vorgeschmack auf das, was noch verborgen sein dürfte.
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