Kloster des hl. Samuel des Bekenners, Koptisches Kloster in Beni Suef, Ägypten
Das Deir el-Anba Samu'il ist ein koptisches Kloster, das auf einer Anhöhe am nördlichen Rand des Wadi el-Muweiliḥ steht. Die Anlage besteht aus mehreren Kapellen, Mönchszellen, Verteidigungstürmen und Landwirtschaftsflächen, die von etwa hundert Mönchen bewirtschaftet werden.
Das Kloster entstand im frühen 4. Jahrhundert, als Einsiedler während der Christenverfolgung unter Kaiser Diokletian in Höhlen Zuflucht suchten. Aus dieser anfänglichen Ansiedlung entwickelte sich bis zum 5. Jahrhundert eine etablierte Mönchsgemeinde.
Der Ort trägt den Namen des heiligen Samuel und ist Wallfahrtsziel für Kopten, die hier beten und ihre religiösen Traditionen ausüben. Die täglichen Gottesdienste und das Mönchsleben prägen den Rhythmus des Ortes bis heute.
Der Ort liegt an einer historischen Handelsroute zwischen Minya und Faiyum und ist von erheblicher Höhe geprägt, die eine starke Naturbefestigung bietet. Besucher sollten beachten, dass das Gelände bergig ist und festes Schuhwerk notwendig ist.
Das Kloster bewahrt Reliquien des heiligen Bisada und des heiligen Dumadius auf, darunter auch persönliche Gegenstände von Pater Andraus, einem blinden Mönch, der trotz seiner Behinderung das Kloster lange Zeit leitete. Seine Geschichte zeigt die Widerstandskraft und das Engagement der Gemeinschaft gegenüber körperlichen Einschränkungen.
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