Fraser-Gräber, Alte Nekropole im Gouvernement al-Minya, Ägypten.
Die Fraser Gräber sind eine antike Nekropole mit in den Felsen gehauenen Grabkammern, die sich über mehrere Kilometer bei Tihna el-Gebel erstrecken. Sie zeigen geschnitzte Hieroglyphen und Statuen aus verschiedenen Epochen des Alten Ägypten und ermöglichen einen Blick auf die Bestattungspraktiken von Beamten und deren Familien.
Die Gräber entstanden während der Fünften Dynastie des Alten Ägypten und wurden 1853 von Heinrich Brugsch entdeckt. George Willoughby Fraser dokumentierte sie später während der ägyptologischen Forschungsarbeiten des neunzehnten Jahrhunderts und gab ihnen damit ihren Namen.
Die Gräber gehörten Beamten, die Priester der Göttin Hathor waren und damit die religiöse Bedeutung dieser Region zeigen. Besucher sehen heute, wie eng die weltliche und göttliche Autorität hier miteinander verflochten waren.
Die Gräber liegen etwa zehn Kilometer nordöstlich von Al Minya und erfordern eine Anfahrt mit Polizeibegeleitung. Besucher sollten sich vorher arrangieren und auf die lokalen Bedingungen an diesem abgelegenen Ort vorbereitet sein.
Das Grab des Ny-ka-Ankh enthält ein schriftliches Dokument, das die Übergabe seiner Autorität an seinen ältesten Sohn bestätigt. Dieses seltene Zeugnis offenbart, wie Erbrecht und Machtübergabe in der Antike geregelt waren.
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