Oxyrhynchos, Archäologische Stätte in El-Bahnasa, Ägypten
Oxirrinco ist eine antike Stätte entlang des Bahr-Yusuf-Kanals, etwa 160 Kilometer südwestlich von Kairo. Die Ausgrabungsflächen erstrecken sich über mehrere Quadratkilometer und zeigen Überreste von Tempeln, Gräbern und Verwaltungsbauten aus verschiedenen Epochen.
Französische Gelehrte während Napoleons Ägyptenfeldzug 1799 identifizierten die Ruinen als bedeutende antike Siedlung. Die Stadt war vom pharaonischen Ägypten bis zur frühen islamischen Ära durchgehend bewohnt und wechselte mehrfach ihre Funktion und Bedeutung.
Der Name der Stätte stammt vom heiligen Nilhecht, einem Fisch, den die Bewohner in eigenen Tempeln verehrten und nach dem Tod mumifizierten. Diese religiöse Praxis setzte sich über Jahrhunderte fort und prägte das Leben in der antiken Stadt bis in die römische Zeit.
Die Anreise erfolgt meist über Landstraßen aus Richtung Kairo, wobei man mehrere Stunden Fahrt einplanen sollte. Das Gelände ist teilweise uneben und erfordert festes Schuhwerk, besonders in den Sommermonaten empfiehlt sich ein Besuch in den frühen Morgenstunden.
Archäologen bargen hier mehr als 50 000 mumifizierte Fische aus antiken Grabstätten, die den religiösen Kult um das Tier bezeugen. Außerdem kamen Zehntausende Papyrusfragmente ans Licht, darunter literarische Texte und Alltagsdokumente aus der griechisch-römischen Zeit.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.