Wadi al-Hitan, Naturdenkmal im Gouvernement Fayyum, Ägypten
Wadi Al-Hitan ist ein Naturschutzgebiet in Ägypten, wo Skelette von Walen aus der Urzeit an der Oberfläche der Wüste sichtbar sind. Die Fossilien zeigen vollständige Knochenstrukturen dieser Meerestiere und machen die evolutionäre Entwicklung dieser Arten greifbar.
Das Gebiet lag vor etwa 40 Millionen Jahren im Eozän-Zeitalter unter dem Tethys-Meer, einem seichten Ozean, in dem diese Wale lebten. Die Tiere wurden nach ihrem Tod von Sedimenten begraben und ihre Knochen blieben über Millionen von Jahren erhalten, bis sie später freigelegt wurden.
Der Ort trägt seinen Namen nach dem arabischen Wort für Tal, das die Mulde beschreibt, in der die Fossilien freigelegt sind. Besuchende können hier unmittelbar sehen, wie die Überreste dieser Tiere in der Wüstenlandschaft liegen und wirken wie naturhistorische Denkmäler unter freiem Himmel.
Das Gelände ist trocken und heiß, daher sollten Besuchende viel Wasser mitbringen und leichte, schützende Kleidung tragen. Geführte Touren mit Erklärungen sind hilfreich, um die einzelnen Fossilien und ihre Bedeutung richtig zu verstehen.
An manchen Stellen können Besuchende Überreste von Hinterbeinen erkennen, die zeigen, dass diese Meerestiere von landlebenden Vorfahren abstammten. Solche anatomischen Übergangsmerkmale machen das Gebiet für die Erforschung der Evolution besonders wertvoll.
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