Qasr as-Sagha, Antiker Tempel im Gouvernement Fayyum, Ägypten.
Qasr el-Sagha ist ein altägyptischer Tempel in der Nordostregion der Faiyum-Oase, dessen Sandsteinblöcke in einer charakteristischen polygonalen Mauertechnik angeordnet sind. Das Bauwerk bewahrt seine ursprünglichen strukturellen Elemente, wobei die Wände nur wenig erodiert sind.
Der Tempel stammt aus dem Mittleren Reich der altägyptischen Geschichte, einer Periode, in der solche Bauwerke weit verbreitet waren. Deutsche Forscher begannen Ende des 19. Jahrhunderts mit archäologischen Arbeiten an dem Ort und legten dabei versteckte Siedlungen und ein Gräberfeld frei.
Der Name bedeutet "Palast der Goldschmiede" und spiegelt wider, wie Menschen in der Antike diesen Ort kannten. Das Bauwerk zeigt, welche Konstruktionsmethoden damals üblich waren und welche Bedeutung solche Bauten für die Gesellschaft hatten.
Der Ort liegt in der Wüste und erfordert eine gewisse Vorbereitung für den Besuch; bringt Wasser, Sonnenschutz und geeignetes Schuhwerk mit. Die besten Bedingungen für die Erkundung findet man in den kühleren Monaten, wenn die Hitze weniger intensiv ist.
Die verwendete Bautechnik ähnelt derjenigen anderer bedeutender ägyptischer Tempel, zeigt aber auch eigene Besonderheiten in der Anordnung der Blöcke. Diesen Baustil teilt der Tempel mit Heiligtümern wie dem Osireion in Abydos und Khafres Granittempel.
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