Amenemhet-I.-Pyramide, Altägyptische Pyramide in Lisht, Ägypten
Die Pyramide des Amenemhet I. ist eine Grabpyramide aus der Zeit des Mittleren Reiches, die in Lischt, südlich von Kairo, im Gouvernement Gizeh steht. Sie besteht aus einem Steinkern, der ursprünglich mit einer Kalksteinverkleidung bedeckt war, und ist heute stark verwittert.
Die Pyramide wurde um 1991 v. Chr. von Amenemhet I. errichtet, dem Gründer der 12. Dynastie, der die Hauptstadt nach Lischt verlegte und dort seine Grabanlage baute. Die Wahl dieses Ortes markierte den Beginn eines neuen Kapitels in der ägyptischen Königsarchitektur nach einer langen Periode politischer Unruhen.
Die Pyramide steht in Lischt, einem Ort südlich von Kairo, der während des Mittleren Reiches als königliche Nekropole diente. Rund um den Hauptbau sind kleinere Gräber von Höflingen und Beamten erhalten, die zeigen, wie eng das Leben am Hof mit dem Tod verknüpft war.
Die Anlage liegt abseits der großen Touristenrouten, daher empfiehlt sich ein früher Besuch, um das Gelände ohne Gedränge zu erkunden. Da das Innere wegen eindringendem Grundwasser nicht zugänglich ist, beschränkt sich der Besuch auf das Äußere und die umliegenden Gräber.
Der Steinkern der Pyramide enthält wiederverwendete Blöcke aus älteren Monumenten, darunter Material aus den Pyramiden von Khufu, Khafre, Unas und Pepi II. Diese Praxis der Steinentnahme aus früheren Bauten war im Mittleren Reich weiter verbreitet, als oft angenommen wird.
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