Al-Gara, Neues Tal, Kalksteinhöhle und archäologische Stätte nahe der Abu-Muharraq-Düne, Ägypten.
Die Gara-Höhle ist eine Kalksteinhöhle mit tropfsteinförmigen Strukturen, die sich über etwa 30 Meter erstreckt und bis zu 8 Meter hoch ist. Das Innere zeigt natürliche Formationen, die durch Wasser über Millionen von Jahren entstanden sind und mehrere Kammern bilden.
Der deutsche Forscher Gerhard Rohlfs entdeckte die Höhle erstmals, doch sie geriet danach in Vergessenheit. Erst Dr. Carlo Bergmann brachte sie 1989 während einer Kamelsafari wieder ans Licht und erschloss ihre archäologische Bedeutung.
Die Höhlenwände zeigen Gravuren aus der Jungsteinzeit, die Jagdszenen und Tiere darstellen. Diese Kunstwerke geben Einblick in das Leben der frühen Siedler, die hier vor Tausenden von Jahren ihre Geschichten in Stein hielten.
Der Höhlenboden besteht aus Wüstensand, was das Gehen erleichtert, aber Besucher sollten robuste Schuhe und eine Taschenlampe mitbringen. Schutzhelme sind empfehlenswert, da die Decke an einigen Stellen niedrig ist und unregelmäßige Tropfsteinformationen hängen können.
Die Höhle liegt an den Kreuzungspunkten alter Karawanenrouten in der Westwüste, etwa 180 Kilometer entfernt von den Oasen Bahariya und Farafra. Diese abgelegene Lage machte sie zu einer wichtigen Station für Händler und Reisende, die durch die trockenen Landschaften zogen.
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