Wahsut, Archäologische Siedlung aus dem Mittleren Reich in Süd-Abydos, Ägypten.
Wah-Sut war eine organisierte Siedlung aus dem Mittleren Reich mit klar definierten Bereichen für Verwaltung, Wohnen und Lagerhaltung. Der Verwaltungsbau maß etwa 53 mal 82 Meter, hatte fünfzehn Säulen und mehrere Höfe für offizielle Tätigkeiten, während die übrige Stadt nach einem geplanten Grundriss angelegt war.
Die Siedlung entstand um 1850 v.Chr. als Wohnort für Arbeiter, die am Tempel und der Bestattungsstätte des Pharaos Senusret III in Abydos arbeiteten. Sie wurde während der Zwölften Dynastie gegründet und zeichnet sich als eines der wenigen erhaltenen Beispiele einer organisierten Arbeiterstadt aus dieser Zeit aus.
Der Ort war eng mit dem Kult des Pharaos Senusret III verbunden und zeigt, wie Menschen hier ihren Alltag dem Dienst an religiösen Zeremonien widmeten. Die Tempel und Heiligtümer lagen außerhalb der Stadt und dienten Priestern, um tägliche Opfer und Rituale für den verstorbenen Herrscher zu vollziehen.
Das Gelände ist trocken und offen, daher sollten Besucher Sonnenschutz und ausreichend Wasser mitbringen. Die verschiedenen Bereiche der antiken Stadt lassen sich zu Fuß erkunden, wobei man auf unebenem Gelände achten sollte und bequeme Schuhe wichtig sind.
Ausgrabungen förderten einen verzierten Ziegelstein zutage, der in Geburtsritualen verwendet wurde und übernatürliche Bilder zeigte, die mit altägyptischen Fruchtbarkeitspraktiken verbunden sind. Dieser Artefakt bietet einen seltenen Einblick in persönliche religiöse Zeremonien des alltäglichen Lebens, die normalerweise weniger dokumentiert sind.
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