Ullastret, Archäologische Stätte und Kulturgut in Ullastret, Spanien.
Die Iberer-Siedlung von Ullastret liegt auf dem Hügel Puig de Sant Andreu und besteht aus Wohnhäusern mit rechteckigen Grundrissen, umgeben von massiven Verteidigungsmauern mit sechs runden Türmen. Das gesamte Gelände zeigt, wie eine befestigte Stadt in der Antike aufgebaut war.
Die Siedlung entstand in der Eisenzeit und blühte zwischen dem 4. und 3. Jahrhundert v. Chr. auf, als sie zum Zentrum der Indigetes-Stämme wurde. Nach dieser Blütezeit verlor der Ort an Bedeutung und wurde schließlich aufgegeben.
Die Iberer besiedelten diesen Hügel über mehrere Jahrhunderte und hinterließen Spuren ihres alltäglichen Lebens in Keramik, Werkzeugen und Überresten von Häusern. Besucher können heute nachvollziehen, wie Menschen hier wohnten, arbeiteten und miteinander lebten.
Der angegliederte Museumsbau zeigt Objekte und Erklärungen zur Iberischen Kultur und bietet Aktivitäten für verschiedene Altersgruppen das ganze Jahr über an. Der Hügel selbst ist leicht zu Fuß erreichbar und ermöglicht einen Rundgang durch die Ruinen.
Archäologen fanden 2012 Belege für einen rituellen Kult, bei dem die Köpfe von Feinden oder Opfern als spirituelle Objekte behandelt wurden, eine Praktik, die antike Schriftsteller erwähnten. Diese Entdeckung zeigt, wie Kriegsführung und Religiösität in dieser Gesellschaft verflochten waren.
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