Nationalpark Tablas de Daimiel, Nationalpark in der Provinz Ciudad Real, Spanien
Das Tablas de Daimiel ist ein Feuchtgebiet in der Provinz Ciudad Real, wo sich zwei Flüsse treffen und ein Mosaik aus flachen Seen, Inseln und Kanälen bilden. Holzstege führen über das Wasser und ermöglichen Einblicke in Schilfgürtel, offene Wasserflächen und bewachsene Uferzonen.
Die spanische Regierung gründete den Park 1973, um das letzte große mediterrane Feuchtgebiet vor Trockenlegung und landwirtschaftlicher Nutzung zu bewahren. Jahrzehnte intensiver Grundwasserentnahme hatten die Lagunen beinahe verschwinden lassen, bis Schutzmaßnahmen in den 1980er Jahren begannen.
Die alten Bewässerungskanäle im Park stammen aus maurischer Zeit und formten die Landschaft lange bevor der Naturschutz begann. Schilfflächen rund um die Lagunen zeigten Generationen von Bewohnern, wie man Körbe flocht und Dächer deckte.
Drei markierte Wege mit Holzstegen erschließen verschiedene Bereiche: La Isla del Pan verläuft durch dichten Schilfgürtel, La Laguna Permanente umrundet offene Wasserflächen und La Torre de Prado Ancho führt zu einem Aussichtsturm. Morgenstunden eignen sich am besten zur Vogelbeobachtung, wenn Wasservögel aktiv nach Nahrung suchen.
Bei niedrigem Wasserstand fallen die sogenannten Ojos del Guadiana trocken, unterirdische Quellen, die früher ganzjährig Wasser sprudelten und dem Fluss seinen Namen gaben. Der Park gilt als kleinster Nationalpark Spaniens und beherbergt dennoch über 200 Vogelarten.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.