Kernkraftwerk Lemóniz, Kernkraftwerk in Lemoiz, Spanien
Das Kernkraftwerk Lemoniz ist eine unvollendete Anlage an der Küste mit zwei Druckwasserreaktoren, von denen jeder für eine Leistung von 900 MW ausgelegt war. Die beiden Reaktorgebäude stehen in unvollständigem Zustand, wobei Teile der inneren Ausrüstung nach der endgültigen Stornierung des Projekts entfernt wurden.
Der Bau begann 1972, wurde aber 1983 nach intensivem lokalem Widerstand eingestellt. Das Projekt fiel zusammen mit einem nationalen Moratorium für neue Kernkraftanlagen, das die energiepolitischen Prioritäten des Landes markierte.
Die Anlage war Zentrum heftiger Debatten in den 1970er Jahren, als Einheimische und Umweltgruppen ihre Bedenken gegen Kernkraft zum Ausdruck brachten. Diese Proteste prägten die regionale Identität und machten den Ort zu einem Symbol des Widerstands gegen industrielle Großprojekte.
Die Anlage befindet sich in der Nähe des Fischereihafens von Armintza und ist über Küstenstraßen erreichbar, die mit dem baskischen Verkehrsnetz verbunden sind. Die genauen Besuchsbedingungen sollten im Voraus überprüft werden, da der Standort aktive Sicherheitsmaßnahmen unterliegen kann.
Die beiden unvollständigen Reaktorgebäude stehen auf dem Gelände als Zeuge eines Projekts, das niemals zu Ende ging. Sie zeigen, wie ein Bauwerk entstehen kann, das funktionieren sollte, aber letztendlich wegen gesellschaftlicher Widerstände nie in Betrieb genommen wurde.
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