Los Millares, Archäologische Stätte aus der Kupferzeit in Santa Fe de Mondújar, Spanien.
Los Millares ist eine kupferzeitliche Siedlung mit Gräberfeld in Santa Fe de Mondújar im Süden Spaniens, die auf einem Hochplateau zwischen zwei Flüssen liegt. Die Fundstätte umfasst Wohnbereiche, mehrere Befestigungslinien mit runden Türmen und ein ausgedehntes Gräberfeld mit Kuppelgräbern aus Stein.
Während Eisenbahnbauarbeiten im Jahr 1891 entdeckten Arbeiter Fundamente und Gräber, was den Archäologen Luis Siret zu systematischen Ausgrabungen veranlasste. Die Besiedlung begann um 3200 v. Chr. und endete etwa 800 Jahre später, als die Bewohner den Ort aus unbekannten Gründen verließen.
Die Anlage verdankt ihren Namen einem nahegelegenen Bauernhof und gilt heute als Referenzort für die kupferzeitliche Besiedlung im westlichen Mittelmeerraum. Besucher können rekonstruierte Wohnbauten besichtigen, die zeigen, wie Familien in runden Hütten mit Lehmwänden und Strohdächern lebten.
Der Zugang erfolgt über eine unbefestigte Straße vom Dorf Santa Fe aus, wobei bequeme Schuhe für das steinige Gelände empfehlenswert sind. An sonnigen Tagen empfiehlt sich Sonnenschutz, da die Anlage auf offenem Gelände ohne Schatten liegt.
Außerhalb der Hauptmauern liegen vier kleinere Befestigungen auf den umliegenden Hügeln, die als Vorposten zur Kontrolle der Zugangswege dienten. Diese Verteidigungsstruktur gilt als eine der ältesten ihrer Art in Westeuropa und zeigt ein komplexes Verteidigungssystem.
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