Gimnasio del Colegio Maravillas, Schulturnhalle in Chamartin, Madrid, Spanien
Das Gimnasio del Colegio Maravillas ist eine Schulturnhalle im Madrider Stadtteil El Viso, die in einen Hang mit rund 12 Metern Höhenunterschied eingegraben wurde. Das Gebäude nutzt dieses Gefälle, um mehrere Ebenen übereinanderzustapeln, die über Stahlbinder und große Fenster miteinander verbunden sind und natürliches Licht in die Innenräume lassen.
Der Architekt Alejandro de la Sota entwarf das Gebäude und vollendete es 1962, ein Jahr bevor es den Nationalen Großen Preis für Bildende Künste in der Architektur gewann. Das Projekt zeigte, wie eine Turnhalle in ein bestehendes Schulgelände integriert werden konnte, ohne den Hang einzuebnen.
Das Gebäude gilt als Referenz der spanischen Nachkriegsarchitektur und wurde 2018 zum offiziellen Kulturgut der Gemeinschaft Madrid erklärt. Wer es heute besucht, sieht, wie Schulsport und architektonische Gestaltung in einem einzigen Raum zusammengeführt wurden.
Da das Gebäude in einen Hang eingebettet ist, gibt es je nach Ebene verschiedene Eingänge, und es ist hilfreich, vorher zu prüfen, welcher Eingang am besten zu dem Bereich passt, den man besuchen möchte. Ein Rundgang um das Äußere herum vermittelt bereits einen guten Eindruck von der Gesamtstruktur, bevor man das Innere betritt.
Das Basketballteam von Real Madrid nutzte die Halle 1963 als provisorisches Heimspielfeld, während die eigene Sportanlage noch im Bau war. Das macht dieses Schulgebäude zu einem der wenigen Orte Madrids, an dem Profisport und Schulalltag so direkt aufeinanderstießen.
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