Salinas de Poza de la Sal, Salzverdunstungsteiche in Poza de la Sal, Spanien.
Die Salinen von Poza de la Sal liegen in einer breiten Senke an der Ostseite des Páramo de Masa und zeigen ein komplexes System von Verdunstungsbecken, Kanälen und Lagerhäusern. Das Gelände fällt von etwa 1.100 Metern auf knapp 650 Meter Höhe ab und bewahrt noch heute die Infrastruktur der früheren Salzproduktion.
Historische Dokumente aus dem 10. Jahrhundert belegen erstmals die Existenz dieser Salzflats, die sich später zu einem bedeutenden Produktionszentrum entwickelten. Im Laufe der Jahrhunderte wurden die Anlagen erweitert und modernisiert, wobei königliche Lagerhäuser entstanden, die die wirtschaftliche Bedeutung des Ortes unterstrichen.
Die Salzgewinnung hier folgt einem jahrhundertealten Muster, bei dem Einheimische die natürlichen Quellen nutzten, um Wasser durch ein System von Kanälen zu leiten. Dieses Handwerk prägte die lokale Identität und machte den Ort zu einem wirtschaftlichen Zentrum, dessen Rhythmus vom Wasserfluss und den Jahreszeiten bestimmt wurde.
Das Gelände kann auf eigenen Wegen erkundet werden, wobei informative Tafeln die verbleibenden Strukturen wie königliche Lagerhäuser und Produktionsanlagen erklären. Der Besuch ist am besten an trockenen Tagen möglich, da der Boden in den Depressionen feucht sein kann.
Die geologische Ursprünge dieses Ortes reichen 240 Millionen Jahre zurück in die Trias-Zeit, als ein großer See austrocknete und Salzschichten von etwa 500 Metern Dicke hinterließ. Dieses uralte Erbe ist unter den Füßen der Besucher verborgen und bestimmt bis heute, wie Wasser und Mineralien an der Oberfläche wirken.
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