Landévennec, Seegemeinde in Finistère, Frankreich
Landévennec ist eine Gemeinde an der Mündung des Flusses Aulne auf der Halbinsel Crozon im Departement Finistère, wo sich Süßwasser und die Rade de Brest treffen. Das Dorf liegt auf einem von Wasser umgebenen Landzipfel und besteht im Wesentlichen aus den Überresten einer alten Abtei, einem aktiven Kloster und einem Ankerplatz für außer Dienst gestellte Kriegsschiffe.
Im sechsten Jahrhundert gründete ein walisischer Mönch namens Guénolé hier eine der ältesten Abteien der Bretagne, die schnell zu einem Zentrum religiösen und schriftlichen Lebens in der Region wurde. Die Abtei wurde während der Normanneneinfälle zerstört, mehrfach wieder aufgebaut und schließlich in der Revolution aufgelöst, bevor im neunzehnten Jahrhundert eine neue Mönchsgemeinschaft zurückkehrte.
Die Ruinen der Abtei sind noch heute von einem aktiven Kloster umgeben, und die Mönche führen ein Museum, das Funde aus verschiedenen Ausgrabungen zeigt. Wer durch das Gelände läuft, kann den Kontrast zwischen der alten Klostermauer und dem offenen Blick auf das Wasser wahrnehmen.
Der Küstenwanderweg GR34 führt direkt am Wasser entlang und bietet Blicke auf die vor Anker liegenden Schiffe sowie auf das Klostergelände. Es lohnt sich, genug Zeit einzuplanen, um beide Bereiche zu Fuß zu erkunden, da sie einige hundert Meter voneinander entfernt liegen.
Die vor Anker liegenden Schiffe werden seit 1830 hier gelagert, und unter ihnen befinden sich einige der letzten französischen U-Boote aus dem zwanzigsten Jahrhundert. Wer genau hinschaut, kann auf den verrostenden Rümpfen noch Schriftzeichen und Nummern erkennen, die ihre frühere militärische Zugehörigkeit verraten.
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