Ouessant, Inselgemeinde in Finistère, Frankreich.
Ouessant liegt vor der Westküste der Bretagne im Atlantik und erstreckt sich über ein Granitplateau mit sanften Hügeln und Küstenklippen. Die Insel zeigt offene Heidelandschaften, schmale Wege zwischen niedrigen Steinmauern und mehrere kleine Weiler, die sich um das Hauptdorf Lampaul gruppieren.
Steinkreise und Menhire zeugen von früher Besiedlung in vorgeschichtlicher Zeit, als Bauern und Fischer sich hier niederließen. Im Mittelalter wurde die Lage strategisch wichtig für die Schifffahrt, weshalb später Leuchttürme zur Sicherung der Handelsrouten errichtet wurden.
Der Name stammt vom bretonischen Enez Eusa ab, was auf die exponierte Lage im Atlantik verweist und seit Generationen die raue Seefahrerkultur der Bewohner prägt. Heute sieht man noch kleine weiße Häuser mit bunten Fensterläden, die dem Wind trotzen und die traditionelle Bauweise der Insel widerspiegeln.
Die Anreise erfolgt per Fähre vom Festland oder mit dem Flugzeug, wobei das Wetter die Verbindungen beeinflussen kann und Flexibilität bei der Planung ratsam ist. Vor Ort bewegt man sich am besten zu Fuß oder mit dem Fahrrad, da Autos auf der Insel kaum eine Rolle spielen.
Auf den Weiden der Insel laufen noch die kleinen schwarzen Ouessant-Schafe, eine der kleinsten Schafrassen der Welt, die seit Jahrhunderten hier gehalten werden. Ihr dichtes Fell schützt sie vor dem rauen Atlantikklima und sie können auf kargem Boden überleben.
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