Chalon-sur-Saône, Verwaltungsgemeinde in Saône-et-Loire, Frankreich
Chalon-sur-Saône ist eine Verwaltungseinheit in der Saône-et-Loire, die sich an beiden Ufern des gleichnamigen Flusses erstreckt und mehrere Stadtteile mit Wohn-, Gewerbe- und Industrieflächen umfasst. Die Stadt liegt etwa auf halber Strecke zwischen Dijon im Norden und Lyon im Süden und fungiert als regionales Zentrum mit Schulen, Behörden und einem Bahnhof.
Während der römischen Herrschaft hieß die Siedlung Cabillonum und lag an einer wichtigen Fernstraße, die von Lyon nach Trier führte. Im Mittelalter wuchs der Ort als Handelsplatz für Getreide und Wein, bevor er im 19. Jahrhundert durch die Eisenbahn und später durch Industrie erweitert wurde.
Der Name leitet sich vom keltischen Stamm der Aeduern ab, die sich hier am Fluss niederließen, lange bevor römische Händler die Gegend erreichten. Heute sieht man entlang der Uferpromenaden und auf den Plätzen Spuren dieser langen Besiedlungsgeschichte in Form von Brücken, Lagerhäusern und Wohnvierteln, die zeigen, wie wichtig das Wasser für das tägliche Leben war.
Reisende erreichen die Stadt bequem mit dem Zug aus Richtung Paris oder Lyon und finden im Zentrum Geschäfte, Restaurants und öffentliche Einrichtungen in Gehweite. Die Uferpromenaden bieten Spazierwege entlang des Flusses, während mehrere Brücken die beiden Stadthälften miteinander verbinden.
Nicéphore Niépce, der hier geboren wurde, gelang 1826 die erste dauerhafte Fotografie der Welt, indem er eine beschichtete Zinnplatte stundenlang dem Licht aussetzte. Jedes Jahr im Juli verwandeln sich die Gassen und Plätze während des Straßentheaterfestivals, wenn Künstlergruppen aus vielen Ländern ihre Vorstellungen unter freiem Himmel zeigen.
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