Agropolis, Landwirtschaftsmuseum in Montpellier, Frankreich
Agropolis war ein Spezialmuseum in Montpellier, das sich der Landwirtschaft, Lebensmittelverteilung und der menschlichen Ernährung widmete. Das Gebäude zeigte vier Hauptbereiche mit Dauerausstellungen, die landwirtschaftliche Praktiken und weltweite Anbausysteme untersuchten.
Das Museum wurde 1994 von dem Agrarökonom Louis Malassis gegründet und erhielt Unterstützung durch die internationale wissenschaftliche Gemeinschaft. Das Projekt schloss 2010 seine Türen nach einem Betrieb von etwa anderthalb Jahrzehnten.
Das Museum beherbergte tausende Artefakte aus Afrika, Amerika, Asien, Europa und Ozeanien, die den Besuchern zeigten, wie unterschiedliche Kulturen Landwirtschaft und Nahrungsmittel nutzen. Diese Sammlungen stammten von verschiedenen Völkern und Epochen und erzählten ihre Geschichten durch alltägliche Gegenstände wie Werkzeuge und traditionelle Kleidung.
Das Museum befand sich im Stadtteil Hôpitaux Facultés im Nordosten von Montpellier und war leicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Der Besuch war für Gruppen sowie Einzelbesucher geeignet, wobei das Gelände barrierefrei zugänglich war.
Nach der Schließung wurden die Sammlungen des Museums nicht an einem Ort aufbewahrt, sondern auf mehrere Institutionen verteilt. Objekte wanderten zu Museen in Chartres und Belgien sowie zum Mucem in Marseille, wo sie weiterhin erforscht und ausgestellt werden.
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