Montpellier, Mittelalterliche Universitätsstadt in Okzitanien, Frankreich
Montpellier ist eine Stadt im Departement Hérault an der französischen Mittelmeerküste, etwa 10 Kilometer landeinwärts gelegen. Die Altstadt besteht aus engen Gassen mit Sandsteinfassaden, breiten Promenaden und begrünten Boulevards, die sich um mehrere zentrale Plätze verteilen.
Die Siedlung entstand im Mittelalter als Handelsposten und wuchs rasch, nachdem Papst Nicholas IV. im Jahr 1289 hier eine medizinische Fakultät gründete. Während der Religionskriege des 16. Jahrhunderts wechselte die Stadt mehrmals zwischen katholischer und protestantischer Kontrolle.
Studenten prägen das Straßenbild und füllen tagsüber Cafés und Buchhandlungen, während sich abends Einheimische auf schattigen Plätzen treffen, um zu plaudern oder Pétanque zu spielen. Die vielen offenen Märkte verkaufen regionale Produkte, frisches Gemüse und provenzalische Spezialitäten, die von Generation zu Generation weitergegeben werden.
Der Hauptbahnhof liegt östlich des Zentrums und ist über Straßenbahnen mit allen Vierteln verbunden, die auch zur Küste fahren. An heißen Sommertagen empfiehlt sich ein Besuch am Vormittag oder späten Nachmittag, wenn die engen Gassen noch Schatten bieten.
Unter den Straßen der Altstadt liegen Überreste mittelalterlicher Mauern und Gewölbekeller, die bei Bauarbeiten immer wieder zum Vorschein kommen. Ein Teil der ehemaligen Stadtbefestigung ist heute in die Fassaden von Wohnhäusern und Geschäften integriert.
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