Fonderie du Val d'Osne, Industriegießerei in Osne-le-Val, Frankreich.
Die Fonderie du Val d'Osne war eine spezialisierte Gießerei, die städtisches Mobiliar und dekorative Gusseisenenelemente mit fortgeschrittenen Sandformtechniken herstellte. Das Werk verfügte über umfangreiche Produktionsanlagen und umfangreiche Werkstätten, die eine breite Palette von Objekten vor Ort fertigten.
Jean-Pierre-Victor André gründete die Gießerei 1836 und machte sie zur größten Kunstgießerei Frankreichs bis ins frühe 20. Jahrhundert. Die Produktion endete 1986, und die Anlage wurde 1993 als historisches Monument eingestuft.
Die Gießerei arbeitete mit bedeutenden Bildhauern wie Mathurin Moreau zusammen und ihre Arbeiten prägen bis heute das Stadtbild vieler französischer Gemeinden. Besucher können noch heute sehen, wie die handwerkliche Qualität dieser Objekte in Parks und auf öffentlichen Plätzen erhalten geblieben ist.
Das Gelände ist heute nicht in Betrieb, wird aber von ANDRA restauriert und kann von außen besichtigt werden. Besucher sollten auf unebenes Gelände vorbereitet sein und festes Schuhwerk tragen, da die Werkstätten teilweise noch von der industriellen Vergangenheit geprägt sind.
Der Produktionskatalog umfasste zwischen 40.000 und 50.000 verschiedene Modelle, darunter 200 Vasen, 110 Brunnen und 600 menschliche Statuen. Diese unglaubliche Vielfalt zeigt, wie umfangreich das Angebot war und wie viele Orte in Frankreich von dieser Werkstatt geprägt wurden.
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