Cité Gagarine, housing project in Ivry-sur-Seine, France
Die Cité Gagarine ist eine große Wohnsiedlung in Ivry-sur-Seine, die 1961 mit roten Ziegelfassaden erbaut wurde und Arbeiter und ihre Familien aufnahmen. Die Gebäude mit ihrer klaren, funktionalen Gestaltung boten moderne Annehmlichkeiten wie Zentralheizung, private Badezimmer und Küchen in jedem Apartment.
Die Cité wurde 1961 als Reaktion auf die Wohnungskrise der Nachkriegszeit erbaut und bot Arbeiterfamilien sowie Migranten aus Spanien, Italien und dem Maghreb ein erschwingliches Zuhause. Im Laufe der Jahrzehnte durchlebte die Siedlung verschiedene Phasen, von optimistischen Anfängen bis zu Zeiten von Vernachlässigung und sozialen Herausforderungen.
Die Cité Gagarine war ein Ort, an dem sich junge Menschen nach Schulschluss trafen, um zu spielen und Musik zu hören, besonders Rap-Musik von lokalen Künstlern. Diese alltägliche Nutzung der Gemeinschaftsräume prägte das Leben mehrerer Generationen und machte den Ort zu einem Symbol für Nachbarschaft und lokale Identität.
Das Gelände liegt nur wenige Gehminuten vom Stadtzentrum und von der RER-Bahn entfernt, was den Zugang erleichtert. Die Demontage der Gebäude hat 2019 begonnen und ist noch nicht abgeschlossen, daher sollte Besucher den aktuellen Zustand des Ortes vorher überprüfen, bevor sie hingehen.
Der russische Kosmonaut Juri Gagarin besuchte das Gelande 1963 und pflanzte einen Baum, um Hoffnung und Neubeginn zu symbolisieren, was dem Ort seinen Namen gab. Diese historische Geste verbindet den Ort mit der Raumfahrtgeschichte und bleibt in der Erinnerung der Menschen lebendig, obwohl die Gebäude inzwischen verschwunden sind.
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