Zöld Cave, Höhle in Budakalász, Ungarn.
Die Zöld-Höhle ist eine natürliche Höhle an der östlichen Seite des Nagy-Kevély-Berges in den Pilis-Bergen, etwa 100 Meter von einem alten Kalksteinbruch entfernt. Der Höhleneingang führt in ein Höhlensystem, das Schichten aus verschiedenen Epochen enthält und von Archäologen erforscht wurde.
Die Höhle wurde im Pleistozän von Jägern aufgesucht und zeigt Besiedlungsspuren aus dem späten Eiszeitalter. Ausgrabungen im Jahr 2002 brachten Objekte aus der Bronzezeit, aus römischer Zeit und des Mittelalters ans Licht.
Forschungsteams untersuchen weiterhin die Höhle, erforschen Holozän-Ablagerungen und Nachweise menschlicher Aktivitäten seit der letzten Eiszeit.
Man erreicht die Höhle über einen grünen Wanderweg vom Parkplatz beim Steinbruch, dann in westlicher Richtung und schließlich über einen unmarkierten Pfad bergauf. Festes Schuhwerk und Aufmerksamkeit auf dem unausgebauten Weg sind zu empfehlen.
Steinwerkzeuge und Schnittspuren auf Rentier- und Pferdecknochen zeigen, dass das System vor etwa 18.000 bis 12.000 Jahren als vorübergehender Jagdplatz diente. Solche Funde geben seltene Einblicke in die Jagdgewohnheiten der Eiszeitjäger in dieser Region.
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