Fordo, Urananreicherungsanlage und Dorf im Iran
Fordo ist ein kleines Dorf und gleichzeitig der Standort einer unterirdischen Urananreicherungsanlage, die sich im Gebirge südlich von Teheran befindet, etwa 30 Kilometer nördlich von Qom. Die Anlage erstreckt sich tief im Inneren eines Berges und ist von außen kaum zu erkennen, da die Eingänge durch das Gelände verdeckt werden.
Der Bau der Anlage begann um 2006, doch Iran informierte die Vereinten Nationen erst 2009 darüber, nachdem westliche Geheimdienste den Standort entdeckt hatten. Im Jahr 2015 verpflichtete sich Iran im Rahmen des JKPOA-Abkommens, die Urananreicherung in Fordo für mindestens 15 Jahre einzuschränken und den Standort teilweise in eine Forschungsanlage umzuwandeln.
Fordo liegt in der Nähe von Qom, einer Stadt mit großer religiöser Bedeutung für schiitische Muslime. Diese geografische Nähe macht die Anlage politisch und symbolisch besonders heikel.
Fordo ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich, da es sich um eine gesicherte Militär- und Nuklearanlage handelt. Das umliegende Gelände ist bergig und schwer zu erreichen, und die gesamte Zone unterliegt strengen Sicherheitsbeschränkungen.
Die Anlage ist so tief in den Felsen gebaut, dass herkömmliche Bomben sie nicht erreichen können. Nur speziell entwickelte Waffen wie der amerikanische GBU-57-Bunkerbrecher, der rund 60 Meter in die Erde eindringen kann, gelten als in der Lage, das Innere der Anlage zu beschädigen.
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