Atomanlage Natanz, Urananreicherungsanlage und Militärbasis im Natanz County, Iran
Die Urananreicherungsanlage Natanz ist eine militärische und nukleare Anlage im Natanz County, im Zentrum Irans, auf einem flachen Wüstengebiet südlich von Teheran gelegen. Sie besteht aus zwei Teilen: einer Pilotanlage an der Oberfläche, wo erste Zentrifugen getestet wurden, und einer viel größeren unterirdischen Industrieanlage, die so gebaut wurde, dass sie Luftangriffe überstehen kann.
Der Standort Natanz wurde in den frühen 2000er Jahren durch Satellitenbilder der internationalen Gemeinschaft bekannt, obwohl seine Bauarbeiten bereits zuvor begonnen hatten. Nach dem Rückzug der USA aus dem Atomabkommen JCPOA im Jahr 2018 steigerte Iran seine Anreicherungsaktivitäten erneut und erhöhte den Anreicherungsgrad des produzierten Urans deutlich.
Die Anlage in Natanz ist in Iran ein Thema, das kaum öffentlich diskutiert wird, da der Zugang streng kontrolliert wird. Für viele Iraner steht das Atomprogramm für das Recht des Landes auf technologische Unabhängigkeit, auch wenn die internationale Gemeinschaft das anders sieht.
Der Standort ist vollständig für die Öffentlichkeit gesperrt und kann nicht besichtigt werden, da es sich um eine militärische Einrichtung handelt. Alle Aktivitäten werden von der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) überwacht, deren Inspektoren in der Vergangenheit regelmäßig Zugang hatten.
In 2025 haben israelische Angriffe sichtbare Schäden auf dem Gelände hinterlassen, die auf Satellitenbildern erkennbar waren. Die unterirdischen Bereiche wurden bewusst tief gebaut, um selbst gegen speziell entwickelte Bunkerbrecher-Bomben widerstandsfähig zu sein.
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