Tacht-e-Fulad, Historischer Friedhof und Kulturerbestätte im Bezirk 6, Iran.
Takht-e Fulad ist ein ausgedehnter Friedhof am südlichen Ufer des Zayanderud-Flusses, auf dem sich verschiedenartige Grabbauten und Mausoleen aus mehreren Epochen erheben. Der Ort gliedert sich in mehrere unterschiedliche Bereiche, jeder mit eigenen architektonischen Merkmalen und Strukturen.
Der Friedhof wurde im 10. Jahrhundert gegründet und erlebte seinen Aufstieg zur Bedeutung während der Safawiden-Zeit, als zahlreiche Heiligtümer dort entstanden. Diese Periode prägte das heutige Erscheinungsbild mit seinen charakteristischen architektonischen Elementen.
Der Friedhof ist Ruhestätte von bekannten persischen Gelehrten, Dichtern und Sufis, deren Namen in der Region bis heute präsent sind. Die Art, wie Besucher den Ort nutzen und die Gräber respektieren, zeigt die andauernde Verbindung zwischen lebenden Menschen und ihren verstorbenen Vorfahren.
Besucher sollten sich Zeit für das Erkunden der verschiedenen Bereiche nehmen, da jeder Abschnitt unterschiedliche Baustile und Details zu bieten hat. Das Gelände ist offen zugänglich, bietet aber wenig Schutz vor Witterung, deshalb ist angemessene Kleidung empfehlenswert.
Ein bestimmter Bereich, genannt Lisan al-Ard, wird einer alten Überlieferung nach mit dem Grab des Propheten Josua verbunden und zieht regelmäßig Gläubige an. Dieses lokale Verständnis zeigt, wie die Stätte über ihre Funktion als Friedhof hinaus eine tiefere spirituelle Bedeutung im alltäglichen Leben der Menschen bewahrt.
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