Civitella Alfedena, italienische Gemeinde
Civitella Alfedena ist eine kleine Gemeinde auf über 1100 Metern Höhe an der südlichen Kante des Stausees Barrea, umgeben von den Bergen des Nationalparks Abruzzen, Latium und Molise. Die Siedlung mit weniger als 300 Einwohnern besteht aus weißen Steinhäusern entlang enger, gewundener Straßen und verfügt über den Zylinderzwinger aus dem 15. Jahrhundert, die Kirche Santa Lucia und mehrere andere historische Gebäude.
Die Gegend war seit über 18000 Jahren besiedelt, wie Funde in der Grotte di Achille Graziani zeigen. Das Gebiet war während der römischen Zeit Hirtenland, und später entwickelte sich die Wirtschaft hauptsächlich auf Schafzucht und Wollhandel, besonders nach König Alfons I. von Neapel im 15. Jahrhundert die alten Handelswege wiedereröffnete.
Der Name Civitella stammt vom lateinischen "Civitas", was auf die alte Siedlung hinweist. Heute können Besucher die Kultur des Berglebens in den engen Gassen, den weißen Steinhäusern und den kleinen Cafés auf dem Platz erleben, wo die Bewohner ihre Traditionen pflegen.
Das Dorf ist über die Strada Statale 83 erreichbar, die durch den Park führt und das Erkunden zu Fuß erleichtert. Die engen Straßen sind beste zu Wanderschuhen begehbar, und die meisten Aktivitäten konzentrieren sich auf die Altstadt sowie auf Wanderungen in die nahe gelegenen Wälder und zum See.
Der Ort war lange Zeit so isoliert, dass viele Bewohner im 19. und frühen 20. Jahrhundert auswanderten, besonders nach Amerika. Diese Auswanderungswelle prägte die lokale Geschichte tiefgreifend und erinnert daran, wie schwierig das Leben in dieser entlegenen Bergregion einst war.
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