Fidenza, Historische Kommune in der Provinz Parma, Italien
Fidenza ist eine Gemeinde in der Provinz Parma in der Emilia-Romagna, die am Fluss Stirone liegt und als Etappenort an der Via Francigena diente. Das Zentrum wird von der romanischen Kathedrale San Donnino geprägt, deren Fassade mit Skulpturen von Benedetto Antelami geschmückt ist und neben der sich die Piazza del Duomo öffnet.
Die Siedlung entstand auf einem gallischen Ort namens Vicumvia und wurde im Jahr 41 v. Chr. als römisches Municipium eingetragen, das an der Via Aemilia lag. Im Mittelalter wurde der Name zu Borgo San Donnino geändert und blieb so bis 1927, als die Stadt ihren antiken Namen zurückerhielt.
Der Name Fidenza entwickelte sich aus dem lateinischen Fidentia und bezieht sich auf Vertrauen, ein Wort, das in der Frühphase der römischen Herrschaft geprägt wurde. Heute sieht man an den Fassaden der Altstadt noch die für die Emilia typische Bauweise mit roten Backsteinziegeln und niedrigen Arkadenbögen, unter denen sich Cafés und kleine Geschäfte reihen.
Die Altstadt lässt sich gut zu Fuß erkunden, und die meisten Sehenswürdigkeiten liegen nah beieinander im Bereich rund um die Kathedrale. Der Bahnhof befindet sich etwa zehn Gehminuten südlich des historischen Zentrums und bietet regelmäßige Verbindungen nach Parma und Mailand.
In der Krypta der Kathedrale liegen die Reliquien des heiligen Donnino, der im 3. Jahrhundert als Märtyrer starb und dem die Kirche gewidmet ist. Das Portal zeigt Darstellungen von Alexander dem Großen und Karl dem Großen, zwei Figuren, die im Mittelalter als Vorbilder für christliche Herrscher galten.
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