Roghudi, italienische Gemeinde
Roghudi ist eine Gemeinde in der Region Kalabrien, die auf einem Felshuegel in einer Hoehe von etwa 527 Metern in den Auslaeufer des Aspromonte-Gebirges gebaut wurde. Das Dorf besteht aus alten, verwitterten Steinhaeusern, die eng beieinander liegen, mit engen Gaesschen dazwischen und den Ruinen einer kleinen Kirche, die dem heiligen Nikolaus geweiht war.
Roghudi wurde um das Jahr 1050 von nomadischen Gruppen gegruendet und entwickelte sich zu einer Siedlung mit griechischen Sprachwurzeln. Die Region litt unter zahlreichen Naturkatastrophen, besonders unter schweren Ueberschwemmungen, die 1971 und 1973 zum Hoehepunkt fuehrten und die fast 1650 Einwohner zum Verlassen des Ortes zwoangen.
Roghudi war Heimat einer Gemeinde, die Grekanisch sprach, einen Dialekt mit antiken griechischen Wurzeln, den heute nur noch wenige Menschen beherrschen. Die Dorfbewohner pflegten überlieferte Traditionen und Handwerksfähigkeiten wie das Flechten von Besen aus Pflanzenstengeln, die von Mutter zu Tochter weitergegeben wurden.
Das Dorf besteht aus verwilderten Ruinen, die man zu Fuss durchqueren kann, wobei man auf Unebenhheiten des Bodens und engen Pfaden achten sollte. Die naechste Infrastruktur befindet sich im neuen Roghudi in der Tiefebene, so dass Besucher ihre Reise vorausplanen sollten, bevor sie sich auf den Weg zur alten Stelle machen.
In frueheren Zeiten banden die Frauen des Dorfes ihre Kinder mit großen Naegeln und Seilen an den Waeenden der Haeuser fest, um zu verhindern, dass sie in die steilen Spalten und Abgruende um das Dorf fielen. Diese ungewoehliche Massnahme war notwendig, da das Dorf an den Kanten von gefaehrlichen Felsklippen erbaut wurde.
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