Roghudi, italienische Gemeinde
Roghudi ist eine Gemeinde in der Metropolitanstadt Reggio Calabria in Kalabrien, auf einem felsigen Hügel in den Ausläufern des Aspromonte-Gebirges gelegen. Das alte Ortszentrum besteht aus verwitterten Steinhäusern, die dicht beieinander stehen, mit engen Gassen und den Überresten einer kleinen Kirche, die dem heiligen Nikolaus geweiht ist.
Das Dorf wurde um das Jahr 1050 von nomadischen Gruppen gegründet und entwickelte sich zu einer Gemeinschaft mit griechischen Sprachtraditionen. In den 1970er Jahren zwangen schwere Überschwemmungen die Bevölkerung dazu, den alten Ort aufzugeben und in ein neu gebautes Dorf im Tal umzuziehen.
Die Bewohner von Roghudi sprachen Grekaniko, einen Dialekt mit Wurzeln im Altgriechischen, der heute fast verschwunden ist. Wer das alte Dorf besucht, sieht noch heute die engen Gassen und die dicht gedrängten Steinhäuser, die das Leben dieser Gemeinschaft geprägt haben.
Das verlassene alte Dorf kann zu Fuß erkundet werden, aber der Untergrund ist uneben und die Wege sind schmal, sodass festes Schuhwerk empfehlenswert ist. Einrichtungen wie Geschäfte oder Toiletten gibt es nur im neueren Dorf im Tal, daher ist es sinnvoll, vor dem Aufstieg alles Nötige mitzunehmen.
Im alten Dorf befestigten Mütter ihre Kinder mit Nägeln und Seilen an den Hauswänden, um zu verhindern, dass sie in die tiefen Schluchten rund um den Ort fielen. Diese Praxis zeigt, wie gefährlich das Leben auf dem schmalen Felsvorsprung war, auf dem das Dorf gebaut wurde.
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