Großherzogtum Toskana, Historisches Land in Mittelitalien.
Das Großherzogtum Toskana war ein Fürstentum in Zentralitalien mit Florenz als Hauptstadt, das sich von der Mittelmeerküste bis zu den Apenninen erstreckte. Wichtige Städte wie Siena, Pisa und der Hafen von Livorno gehörten zu seinem Territorium.
Der Papst erhob Cosimo I. de' Medici 1569 zum Großherzog der Toskana und schuf damit einen souveränen Staat im Heiligen Römischen Reich. Das Herzogtum bestand bis 1860, als es in das neue italienische Königreich aufging.
Die Medici pflegten ihre Residenz im Palazzo Pitti in Florenz und förderten Künstler sowie Gelehrte in ihren Werkstätten und an ihrem Hof. Ihre Schirmherrschaft prägte das künstlerische und wissenschaftliche Schaffen der Region nachhaltig.
Das Gebiet umfasste vielfältige Landschaften mit Küstenregionen im Westen und bergigen Gebieten im Osten, was unterschiedliche wirtschaftliche und kulturelle Aktivitäten ermöglichte. Die zentrale Lage Florenz' machte es zum politischen und wirtschaftlichen Mittelpunkt des Staates.
Das Großherzogtum brachte die erste Vertretung eines europäischen Staates in Japan, als 1636 diplomatische Kontakte über Handelsverträge im Hafen von Livorno hergestellt wurden. Diese frühe Verbindung zu Ostasien war unter den italienischen Staaten dieser Zeit ungewöhnlich.
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