Pontida, italienische Gemeinde
Pontida ist ein kleiner Ort in der Provinz Bergamo in der Lombardei, der auf einem sanften Hügel liegt und das Valle San Martino überblickt. Die Stadt ist etwa 313 Meter über dem Meeresspiegel gelegen und besteht aus engen Straßen mit alten Steingebäuden, die mittelalterliche und Renaissance-Architektur zeigen.
Pontida wurde im späten 11. Jahrhundert gegründet, als ein Benediktinerkloster 1076 vom heiligen Albertus von Prezzate gegründet wurde und sich der heiligen Jakobuskirche widmete. Das Kloster spielte eine wichtige Rolle bei der regionalen Einheit, besonders bei dem berühmten Eid der Lombardischen Liga am 7. April 1167, als sich mehrere Gemeinden gegen Kaiser Friedrich Barbarossa einigten.
Der Name Pontida stammt aus dem Lateinischen und bezieht sich auf die Lage des Ortes im Tal oder an einer Brückenstraße. Die Gemeinschaft feiert ihre Geschichte bis heute durch jährliche Veranstaltungen rund um ihren Schutzpatron San Giacomo, bei denen sich die Bewohner zu Prozessionen und Festen mit lokaler Musik und traditionellem Essen versammeln.
Der Ort ist leicht mit dem Zug oder Auto zu erreichen, da die Station auf der Linie Bergamo-Lecco nahe gelegenen ist und regelmäßige Verbindungen zu anderen Städten bietet. Es ist am besten, die engen Straßen langsam zu Fuß zu erkunden und die alten Gebäude sowie die Basilika und das Abbeymuseum zu besuchen.
Die Basilika beherbergt zwei grosse Reliefs aus dem frühen 12. Jahrhundert, die den heiligen Michael zeigen, wie er die Seele des heiligen Albertus wiegt, der 1095 starb und Vorsteher des Klosters war. Diese seltenen Kunstwerke bieten einen Einblick in die religiöse Kunst und die Überzeugungen des Mittelalters.
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