Celleno, italienische Gemeinde
Celleno ist eine verlassene Gemeinde in der Provinz Viterbo, die auf einem weichen Tuffsteinhügel etwa 350 Meter über dem Meeresspiegel erbaut wurde. Das Dorf besteht aus engen Gassen, einfachen Steinhäusern, der Burg Castello Orsini mit Graben, einer Kirche aus dem 10. Jahrhundert und Überresten mehrerer kleinerer Kirchen, während die Erosion des Hangs die Stabilität der älteren Gebäude gefährdet.
Die Etruskische Besiedlung stammt vom siebten Jahrhundert v.Chr., wobei die genauen Gründungsdaten unklar bleiben. Später wurde der Ort unter der Kontrolle Roms zu einem strategischen Punkt zwischen Orvieto und anderen nahegelegenen Zentren, bis Erdrutsche und Erdbeben im letzten Jahrhundert zum Verlassen des Dorfes führten.
Der Ort trägt möglicherweise seinen Namen von den Etruskern oder von unterirdischen Höhlen, die in das Gestein gegraben wurden. Heute können Besucher in den engen Gassen spazieren und die einfachen Steinhäuser sehen, die von der alltäglichen Lebenweise früherer Bewohner berichten.
Der Ort ist am besten mit dem Auto zu erreichen, indem man von Viterbo auf der Provinzstraße S.P. 5 fährt und den Beschilderungen folgt. Es ist ratsam, vor einem Besuch bei der örtlichen Gemeindeverwaltung nachzufragen, da die Zugänglichkeit je nach Witterung und Beschädigungen variieren kann und nicht alle Bereiche offen sein können.
Archäologische Ausgrabungen haben ein seltenes Objekt namens Glirarium gefunden, einen alten Behälter zur Aufbewahrung kleiner Tiere möglicherweise für Nahrung oder Pflege, der Einblick in die tägliche Lebensweise der alten Bewohner gibt. Zusätzlich gibt es unterirdische Höhlen, die in den Fels gehauen wurden und wo antike Menschen Wein lagerten und mit Werkzeugen arbeiteten.
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