Herzogtum Ferrara, Historisches Herzogtum in Norditalien
Das Herzogtum Ferrara war ein Territorium in Norditalien südlich des Flusses Po, das sich über fruchtbare Ebenen erstreckte. Die Stadt Ferrara bildete das Zentrum dieses Gebiets und war Sitz der herrschenden Familie.
Das Herzogtum wurde ab 1146 von der Familie Este regiert, die es zu einem Zentrum der Renaissance entwickelte. Im Jahr 1597 endete die herzogliche Herrschaft, als Papst Clemens VIII das Territorium als Kirchenstaat beanspruchte.
Im 15. Jahrhundert zog der herzogliche Hof zahlreiche Künstler, Musiker und Schriftsteller an und machte Ferrara zu einem Zentrum der Renaissance.
Der Ort liegt zwischen Venedig und Florenz und war daher eine wichtige Handelsroute. Besucher finden heute die Stadt Ferrara vor, wo die Geschichte des früheren Herzogtums noch in den Straßen und Bauwerken erkennbar ist.
Im Jahr 1484 plante der Architekt Biagio Rossetti eine Stadterweiterung namens Addizione Erculea, die Ferrara zu einer der ersten modernen Stadte Europas machte. Diese Planung war Jahrzehnte ihrer Zeit voraus und setzte Maßstabe fur die Stadtentwicklung.
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