Chiesa del suffragio, Kirchengebäude in Italien
Die Chiesa del Suffragio ist ein Kirchengebäude in Ferrara, das 1750 errichtet wurde und äußerlich sehr schlicht wirkt, während sein Inneres reich verziert ist. Das Langschiff wird von zwei Seitenaltären mit Malereien und aufwendiger Stuck-Ornamentik geprägt, während die Decke mit Werken lokaler Künstler wie Giuseppe Facchinetti und Ettore Parolini bemalt ist.
An der Stelle dieser Kirche stand ursprünglich ein 1623 gegründetes Oratorium des Priesters Giuliano Tomasi, das später umgebaut und 1750 zur heutigen Kirche erweitert wurde. Eine umfassende Restaurierung 1964 legte die Apsis frei und erneuerte die barocken Verzierungen im Inneren.
Die Kirche bewahrt ein Gemälde namens Madonna della Racchetta, das ursprünglich an einem Haus in der nahegelegenen Via della Racchetta hing und seit 1808 hier untergebracht ist. Das Werk zeigt Maria mit dem toten Christus und gehört zu den Werken lokaler Künstler, die die Bedeutung dieses Ortes für die Gemeinde unterstreichen.
Die Kirche befindet sich an der Via San Romano 64 im mittelalterlichen Teil Ferraras und ist am zugänglichsten am Morgen, wenn Wochentags um 8.15 Uhr Messen stattfinden. Der Besuch ist am einfachsten an Wochentagen oder bei der ersten Samstag-Messe des Monats möglich, wenn ein regelmäßiger Gemeindetreffpunkt stattfindet.
Das Orgelwerk stammt von 1551 und wurde vom Kunsthandwerker Giovanni Cipri aus einem nahegelegenen Kloster S. Antonio in Polesine bezogen, später in ein Renaissance-Holzgehäuse eingebaut und funktioniert noch heute mechanisch. Dieses seltene Instrument mit nur fünfundvierzig Tasten und neun Pedalen ist ein bemerkenswertes Beispiel mittelalterlicher Orgelkunst und eine Rarität unter den erhaltenen Instrumenten in der Region.
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