Ferrara, Renaissancestadt in der Emilia-Romagna, Italien
Ferrara ist eine Kommune in der Emilia-Romagna, die für ihre mittelalterliche Bebauung bekannt ist und zum UNESCO-Welterbe zählt. Das Castello Estense mit seinen vier Türmen und dem umlaufenden Wassergraben bildet den zentralen Punkt, um den sich zahlreiche Palastbauten und enge Gassen verteilen.
Die Familie Este regierte die Siedlung von 1240 bis 1598 und setzte städtebauliche Vorhaben um, die als Modell für die Renaissance-Planung gelten. Nach dem Weggang der Herzöge fiel die Stadt unter päpstliche Verwaltung, was das Ende ihrer politischen Eigenständigkeit markierte.
Im Palazzo dei Diamanti, dessen Fassade durch 8500 spitz zulaufende Marmorblöcke geprägt ist, werden heute internationale Kunstausstellungen gezeigt. Die Präsentationen nutzen die Säle aus der Renaissance, um klassische und moderne Werke einem breiten Publikum zugänglich zu machen.
Die acht Kilometer langen Festungsmauern aus der Renaissance umschließen das Stadtgebiet und bieten einen durchgehenden Radweg, der Sehenswürdigkeiten und Grünflächen miteinander verbindet. Wer mit dem Fahrrad unterwegs ist, kann die gesamte Anlage in weniger als einer Stunde umrunden und dabei verschiedene Aussichtspunkte erreichen.
Das Archäologische Nationalmuseum zeigt Fundstücke aus der etruskischen Hafenstadt Spina, darunter Goldschmuck aus nahen Grabstätten. Die Objekte dokumentieren Handelskontakte zwischen der Adria und dem griechischen Raum während der Antike.
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