Chiesa di Santa Maria in Vado, Renaissancekirche in Ferrara, Italien
Die Chiesa di Santa Maria in Vado ist ein Renaissancebau an der Via Borgovado, ab 1495 nach Plänen von Biagio Rossetti für Ercole I. d'Este neu errichtet und 1518 geweiht. Die Westfassade besteht aus Sichtziegel (cotto) und hat ein Marmorportal, das Andrea Ferreri zugeschrieben wird; ein zweiter Eingang liegt an der Via Scandiana. Innen führen drei Schiffe zum Querschiff und zur Apsis; im rechten Querarm steht das kleine Tempietto, das Alessandro Balbi ab 1594 um das Gewölbe errichtete, das der Überlieferung nach 1171 vom Blut der Hostie benetzt wurde.
Die Kirche entstand ursprünglich im 10. Jahrhundert an einer Furt und wurde 1495 unter der Leitung des Architekten Biagio Rossetti und Herzog Ercole I. d'Este völlig umgebaut. Diese Umgestaltung gab der Kirche ihr heutiges Aussehen im Renaissance-Stil.
Die Kirche ist in der Stadt als Ort der Marienverehrung bekannt und zeigt in ihrem Inneren Werke von Künstlern wie Carlo Bononi und anderen, die religiöse Szenen darstellen. Besucher können diese Malereien betrachten, die das Aussehen der Kirche prägen.
Der Haupteingang liegt im Westen an der Via Borgovado 3, an der Ecke zur Via Scandiana, die einen zweiten, fast gleichwertigen Eingang hat. Im Inneren führt eine kleine Treppe in der Kapelle des rechten Querschiffs hinauf zur Höhe des Gewölbes, das die Überlieferung mit dem Wunder von 1171 verbindet. Das Lapidarium beiderseits dieses Gewölbes bewahrt 529 kleine Gedenktafeln für die Kriegstoten von Ferrara.
Im Jahr 1171 ereignete sich in dieser Kirche während der Ostern ein Moment, der bis heute erinnert wird: während der Weihe veränderte sich die Hostie auf sichtbare Weise. Dieses Ereignis ist in der Geschichte des Ortes so bedeutsam geblieben, dass es noch heute Teil der Identität der Kirche ist.
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