Braccianosee, Vulkankratersee in der Provinz Rom, Italien
Der Braccianosee ist ein Kratersee nördlich von Rom, der sich über eine nahezu kreisförmige Fläche erstreckt und von bewaldeten Hügeln umgeben ist. Das Wasser ist tief und klar, und entlang des Ufers gibt es mehrere kleine Strände aus dunklem Sand sowie Schilf, das in den flacheren Bereichen wächst.
Vulkanausbrüche im Sabatini-Gebiet füllten eine alte Senke mit Wasser und bildeten den See vor mehreren hunderttausend Jahren. Römische Kaiser bauten hier Sommerhäuser, weil die Lage in der Nähe der Stadt und die kühle Brise vom Wasser angenehm waren.
Drei mittelalterliche Dörfer säumen das Ufer und ziehen Römer an, die am Wochenende hierher kommen, um in Restaurants mit Seeblick frischen Fisch zu essen. Die Ortschaft Bracciano liegt unter einem Schloss aus dem 15. Jahrhundert, dessen Türme vom Wasser aus sichtbar sind und das als Hochzeitsort bekannt wurde.
Nur Ruderboote und Segelboote dürfen auf dem See fahren, weil das Wasser als Trinkwasserquelle geschützt wird. Wanderwege führen um Teile des Ufers herum, und im Sommer sind die kleinen Badestrände an Wochenenden oft gut besucht.
Archäologen entdeckten unter dem Wasser die Überreste eines steinzeitlichen Dorfes, wo Holzboote und Werkzeuge aus der Zeit um 5700 vor Christus erhalten blieben. Die Fundstücke zeigen, dass Menschen hier bereits sesshaft waren und Getreide anbauten, lange bevor Rom gegründet wurde.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.