Burg Hocheppan, Mittelalterliche Festung in Missian, Italien
Hocheppan ist eine mittelalterliche Burgruine bei Missian, oberhalb der Südtiroler Weinstraße, auf einem felsigen Hügel gelegen. Erhalten geblieben sind die Steinmauern, ein markanter fünfeckiger Wachturm und eine kleine Kapelle.
Die Burg wurde um 1125 vom Grafen Ulrich II. von Eppan als Machtzentrum in der Region errichtet. Im Jahr 1158 wurde sie von Heinrich dem Löwen im Zuge seiner militärischen Expansion in Norditalien zerstört.
Die Burgkapelle beherbergt romanische Fresken aus dem 12. Jahrhundert, die religiöse Szenen und Alltagsmomente darstellen. Besonders auffällig ist die Darstellung einer Frau beim Knödelessen, eine der wenigen solcher Alltagsszenen in der mittelalterlichen Sakralkunst Südtirols.
Der Aufstieg zur Ruine beginnt bei einem Parkplatz nahe Missian und dauert zu Fuß etwa 20 Minuten durch Wald. Festes Schuhwerk ist empfehlenswert, da der Weg stellenweise uneben ist.
Der fünfeckige Wachturm ist kein zufälliges Design: Seine Form wurde gewählt, um Angreifern weniger Angriffsfläche zu bieten als ein rechteckiger Turm. Diese Bauweise war im 12. Jahrhundert noch selten und zeigt das militärische Wissen der Erbauer.
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