Pizzo Carbonara, Berggipfel in der Provinz Palermo, Italien
Pizzo Carbonara ist der höchste Gipfel der Madonie, einem Kalksteingebirge im Norden Siziliens, und ragt auf knapp 1979 Meter an. Das Gipfelgebiet öffnet sich zu einem breiten Plateau, das von engen Tälern und Höhlen durchzogen ist, die das Wasser über Jahrtausende in den Fels geformt hat.
Die Madonie wurden 1989 zu einem Naturschutzgebiet erklärt, was die Hochgebirgslandschaft vor intensiver Nutzung bewahrte. Davor prägten Holzkohleproduktion und Weidewirtschaft das Gebiet über Jahrhunderte, woran noch heute der Name des Gipfels erinnert.
Die umliegenden Dörfer nutzen die Hänge für Viehzucht und den Anbau von Getreide, das seit Generationen nach traditionellen Methoden bewirtschaftet wird. Besucher sehen oft Schafherden und alte Terrassen, die das Leben in diesen Bergen über Jahrhunderte hinweg geprägt haben.
Der Aufstieg beginnt am Piano Battaglia, dem nächstgelegenen Ausgangspunkt auf etwa 1605 Metern, und folgt einem markierten, aber offenen Pfad. Festes Schuhwerk und ausreichend Wasser sind wichtig, da der Weg dem Wind und der Sonne kaum Schutz bietet.
Das Regenwasser, das in den Kalksteinhöhlen des Plateaus versickert, taucht am Fuß der Burg von Cefalù an der Küste wieder an die Oberfläche. Dieses unterirdische Wassergeflecht verbindet die Berggipfel heimlich mit dem Meer.
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