Marmore, Künstliches Wasserfallsystem in Umbrien, Italien.
Marmore ist ein künstliches Wasserfallsystem in Umbrien mit drei hintereinander abfallenden Stufen. Das Wasser stürzt über steile Felsabhänge in mehreren Etappen herab und bildet dabei eine beeindruckende Naturlandschaft.
Die Anlage wurde 271 v. Chr. vom römischen Konsul Manius Curius Dentatus geschaffen, um den Fluss Velino zu kontrollieren und Sumpfgebiete zu entwässern. Diese römische Ingenieurleistung ist seit über 2000 Jahren in Betrieb und zählt zu den ältesten noch funktionierenden Wasserbauten Europas.
Der Name Marmore stammt vom lateinischen Wort für Marmor, obwohl das Wasser hier über Kalkstein fließt, nicht über echten Marmor. Dieses sprachliche Missverständnis ist Teil der lokalen Geschichte und gibt dem Ort einen besonderen Charakter.
Das Wasser wird nach einem festen Plan freigegeben, daher sollten Besucher die aktuellen Öffnungszeiten überprüfen, bevor sie anreisen. Es gibt mehrere Aussichtspunkte in unterschiedlichen Höhen, sodass Besucher die Wasserfälle aus verschiedenen Perspektiven betrachten können.
Obwohl das System alt ist, wurde es im 20. Jahrhundert zu einer Energiequelle umgebaut, wobei eine Turbine unterhalb der Wasserfälle Strom erzeugt. Dieser Übergang von antiker Ingenieurbauwerk zu modernem Kraftwerk zeigt, wie dieser Ort über Jahrhunderte hinweg Bedeutung behielt und sich neu erfand.
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