Lagune von Marano, Küstenlagune in Friaul-Julisch Venetien, Italien.
Die Lagune von Marano ist ein flaches Küstengewässer an der Adria, das sich zwischen Lignano Sabbiadoro und Porto Buso erstreckt und von kleinen Inseln, Schilfgürteln und Feuchtgebieten durchzogen ist. Ein verzweigtes Netz von Kanälen und Wasserstraßen verbindet die einzelnen Bereiche miteinander.
Die Lagune entstand durch natürliche Küstenprozesse entlang der nördlichen Adria und wurde im Laufe der Zeit von Fischergemeinden besiedelt, die sich spezialisiertes Wissen über das Salzwasser aneigneten. Im Mittelalter war das Gebiet ein Zankapfel zwischen verschiedenen Mächten, die ihre Ressourcen kontrollieren wollten.
Die traditionellen Holzhütten der Fischer, die sogenannten Casoni, prägen das Erscheinungsbild der Lagune und zeigen, wie Menschen seit Generationen mit dem Wasser leben. Sie sind keine Museumsrelikte, sondern werden noch heute als Arbeitsstätten genutzt, wo Fischer ihren Fang vorbereiten und pflegen.
Am besten lässt sich die Lagune per Boot erkunden, da viele Bereiche nur vom Wasser aus erreichbar sind. Wer Vögel beobachten möchte, sollte in den frühen Morgenstunden oder am späten Nachmittag kommen, wenn die Tiere am aktivsten sind.
Die Lagune von Marano und die benachbarte Lagune von Grado bilden zusammen das größte Lagunensystem Italiens nach Venedig. Im Gegensatz zu Venedig ist dieses Gebiet touristisch wenig erschlossen und gibt dem Besucher das Gefühl, eine fast unberührte Küstenlandschaft zu erleben.
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