Synagogue of Pesaro, Synagoge aus dem 16. Jahrhundert in Pesaro, Italien
Diese Synagoge aus dem 16. Jahrhundert besitzt zwei getrennte Gebetsräume mit eigenständigen Eingängen für Männer und Frauen auf der Via delle Scuole und der Via delle Botteghe. Das Untergeschoss enthält funktionale Räume wie einen Ofen zur Herstellung von ungesäuertem Brot, ein Tauchbad zur rituellen Reinigung und einen traditionellen Brunnen.
Der Bankier Mordekhay Volterra gründete diesen Ort, der sich in den frühen 1500er Jahren zu einem Zentrum für jüdische Gelehrte entwickelte, nachdem iberische Juden nach Pesaro kamen. Diese Ansiedlung war Teil einer breiteren Welle von jüdischen Migrationen, die das kulturelle und religiöse Leben der Stadt veränderte.
Der Gebetsraum zeigt aufwendige Stuckdekorationen mit Rosettenfenstern und Eichenkränzen, die sich auf die Familie Della Rovere beziehen, die die jüdische Gemeinde schützte. Diese Verzierungen spiegeln den Wohlstand und die Sicherheit wider, die die Gemeinde in dieser Zeit genoss.
Der Ort lässt sich am besten zu Fuß erkunden, da die beiden Gebetsräume und das Untergeschoss durch interne Treppen verbunden sind, was einen natürlichen Besuchsfluss schafft. Es ist hilfreich, die separate Eingänge zu notieren, um die räumliche Anordnung zu verstehen.
Zwei Gemälde aus dem 19. Jahrhundert an der Treppe zeigen die Jerusalemer Tempel und das Stiftszelt innerhalb lokaler italienischer Landschaften, wodurch biblische Orte in einen vertrauten Kontext übersetzt werden. Diese künstlerische Mischung spiegelt wider, wie die Gemeinde ihre religiöse Identität mit ihrem neuen Zuhause verband.
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