Acqua Felice, Renaissance-Aquädukt in Rom, Italien.
Das Acqua Felice ist ein Aquädukt, das sich über etwa 24 Kilometer von den Quellen von Pantano Borghese zum Quirinalhügel erstreckt und zwischen unterirdischen Abschnitten und Bogenviadukten wechselt. Das System durchquert die Stadt mit verschiedenen Bauformen und bleibt teilweise an der Oberfläche sichtbar.
Papst Sixtus V beauftragte 1586 den Bau dieses Aquädukts als das erste neue Wasserleitungssystem in Rom seit der Antike, unter der Leitung von Giovanni Fontana. Die Fertigstellung markierte einen wichtigen Wendepunkt in der Infrastruktur der Stadt.
Der Endbrunnen Fontana dell'Acqua Felice zeigt biblische Szenen statt klassischer Darstellungen, was die religiöse Ausrichtung unter Papst Sixtus V widerspiegelt. Diese Wahl der Motive unterschied sich bewusst von älteren römischen Brunnen und prägte das Erscheinungsbild der Stadt.
Das Wassersystem versorgt immer noch verschiedene Teile Roms mit Wasser und kann an mehreren Stellen besichtigt werden, besonders entlang der Via delle Terme di Diocleziano. Wer die sichtbaren Bögen und Kanäle erkunden möchte, findet sie leicht zugänglich in diesem Bereich der Stadt.
Das Projekt wurde bemerkenswert schnell fertiggestellt und versorgte bereits 1589 etwa 27 öffentliche Brunnen in der ganzen Stadt mit Wasser. Diese Geschwindigkeit war für ein Bauwerk dieser Größe außergewöhnlich und zeigt die Effizienz der damaligen Ingenieure.
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