Kharaysin, Neolithische Ausgrabungsstätte im Zarqa-Tal, Jordanien
Kharaysin ist eine Stätte aus der Jungsteinzeit im Zarqa-Tal in Jordanien, wo Archäologen über ein großes Gebiet mit flachen Bereichen und steilen Hängen graben, besonders in der Nähe von Flussverbindungen. Die Ausgrabungen legen frei, welche Art von Häusern die Menschen bauten, wie sie ihre Siedlungen organisierten und wie sie ihre Toten behandelten.
Spanische Forscher fanden Böden mit Kalkputz, die etwa 10.800 Jahre alt sind und zeigen, wann Menschen in dieser Gegend damit begannen, feste Siedlungen zu bauen. Diese Zeit markiert einen großen Übergang in der menschlichen Geschichte, als Gruppen das Nomadenleben aufgaben und anfingen, an einem Ort zu bleiben und Pflanzen anzubauen.
Die Begräbnisstätten zeigen, wie die frühen Bewohner ihre Toten innerhalb der Häuser beisetzten und dabei Schädel entfernten, um eine Verbindung zwischen den Generationen zu bewahren. Diese Praktik offenbart, wie wichtig Familie und Kontinuität für diese antike Gemeinschaft waren.
Der Ausgrabungsort selbst ist nicht leicht zugänglich, aber Besucher können Funde und Strukturteile im Archäologischen Museum der Zitadel von Amman sehen, das gut erreichbar ist. Das Museum bietet eine gute Übersicht über das, was an dieser Stätte gefunden wurde, ohne dass man selbst zum Ort fahren muss.
Archäologen fanden Häuser, die etwa 40 Quadratmeter groß waren und mehrere Räume mit dicken Steinwänden hatten, was für eine Zeit vor 10.000 Jahren beeindruckend ist. Diese stabilen Strukturen zeigen, dass die Menschen damals bereits verstanden, wie man komplexe Gebäude plant und baut.
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